Wer hilft mir, wenn...?

Veröffentlicht am 22.05.2010 in Pressemitteilung

Wer hilft mir, wenn...? Mit dieser Frage eröffnete MdL Frank Puchtler die Veranstaltung mit Informationen über die neuen Regelungen zur Patientenverfügung. Zahlreiche Interessenten mit Stadtbürgermeister Emil Werner und Präses Anja Gemmer an der Spitze konnte der heimische Landtagsabgeordnete im vollbesetzten Saal des Seniorenheimes Paulinenstift Nastätten begrüßen.

In seiner Einführung machte Frank Puchtler deutlich, dass das Thema ein Thema aller Generationen ist, sowohl in jüngeren als auch in mittleren und älteren Lebensjahren. Relativ schnell kann aufgrund eines Unfalles oder einer Krankheit die Situation eintreten, dass eine Person nicht mehr selbst in der Lage ist, wichtige Verfügungen zu treffen. Kristian Brinkmann vom Paulinenstift Nastätten begrüßte die Durchführung des Informationsabend im Hause des Paulinenstiftes und hob die Bedeutung des Themas für die Bürger hervor.

Als Referentin informierte Staatssekretärin Beate Reich vom rheinland-pfälzischen Justizministerium über die neuen Regelungen zur Patientenverfügung. Auf Basis des Entwurfes des Bundestagsabgeordneten Joachim Stünker wurde eine parteiübergreifende bundesweite Neuregelung getroffen. Hierbei gilt als Prinzip für die Patientenverfügung, dass der Wille des Patienten unabhängig von Art und Stadium der Erkrankung zu beachten ist. Falls eine vom Patienten in der Verfügung festgelegte Situation klar erkennbar ist, gilt sein Wille, falls eine Situation nicht klar erkennbar ist, gilt der mutmaßliche Wille des Patienten. Mit einer Patientenverfügung können im Voraus entsprechende Weisungen seitens des Patienten festgelegt werden. Wichtig ist, so Beate Reich, in regelmäßigen Abständen seine Patienten-verfügung zu überprüfen. Als Vorbild für Patientenverfügungen, Vorsorgevollmachten und auch Betreuungsvollmachten sind in einer informativen Broschüre des rheinland-pfälzischen Justizministeriums Mustervordrucke angefügt. In der anschließenden Diskussion wurde anhand der Fragestellungen deutlich erkennbar, wie viel Unsicherheiten zum Einen bei den Bürgerinnen und Bürgern vorliegt. Zum Anderen wurde aber auch deutlich, dass es sich nicht nur um ein rechtliches sondern auch ein sehr sensibles menschliches Thema mit Gewissens und Religiösen Fragen handelt. Im Ergebnis ist festzuhalten, das es sinnvoll ist, sich mit dem Thema zu beschäftigen, sich Informationen bei Ärzten, Personen seines Vertrauens einzuholen und dann eine vorsorgende Verfügung zu treffen. Wichtig ist auch, dass die getroffenen Verfügungen und Vollmachten bei entsprechenden Institutionen wie z.B. der Bundesnotarkammer registriert werden können, damit sie nachweislich vorliegen.

Die Informationsbroschüre zum Thema Patientenverfügungen kann über das Bürgerbüro von MdL Frank Puchtler, Kaltenbachstraße 7, 65558 Oberneisen, Tel. 06430-929855, Fax 06430-929857 und E-Mail frankpuchtler@t-online.de angefordert werden.

Foto:

Staatssekretärin Beate Reich im Gespräch mit Kristian Brinkmann vom Paulinenstift Nastätten und MdL Frank Puchtler

 

Homepage SPD Rhein-Lahn

Nachrichten

24.08.2026 19:52 Pflegenden Angehörigen die Alterssicherung zu kürzen, wäre das falsche Signal
Die angekündigte Kurskorrektur von Bundesgesundheitsminister Linnemann bei der Pflegereform unterstützen wir, sagt Christos Panztazis. Dafür braucht es aber auch eine gerechte Gegenfinanzierung. „Wir begrüßen die angekündigte Kurskorrektur von Bundesgesundheitsminister Linnemann ausdrücklich. Es ist richtig, die geplante Kürzung der Rentenbeiträge für pflegende Angehörige komplett zurückzunehmen. Wir als SPD haben von Anfang an deutlich gemacht: Die Stabilisierung… Pflegenden Angehörigen die Alterssicherung zu kürzen, wäre das falsche Signal weiterlesen

03.07.2026 18:19 Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv
Zum aktuellen Reformpaket der Bundesregierung warnt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der SPD vor negativen Folgen. „Der von der Union durchgesetzte Punkt der Koalitionsausschusseinigung, dass künftig bereits ab dem ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung eingeholt werden muss, ist völlig abenteuerlich“, erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Boris Velter. „Wenn nun… Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv weiterlesen

23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de

Test Hallo