Medienkompetenz - Chancen und Herausforderungen des Internet erkennen

Veröffentlicht am 12.01.2011 in Landespolitik

Sachstand: Kinder und Jugendliche sollen lernen, selbstbestimmt, kreativ, reflektiert und sozialverantwortlich mit Medien umzugehen. Medienkompetenz – also die Fähigkeit, Medien verantwortungsvoll nutzen zu können und dabei gleichzeitig auch deren Gefahren zu erkennen – ist eine der zentralen Schlüsselqualifikationen in unserer Informationsgesellschaft. Recherchieren für die Schule oder in der Freizeit, chatten, mailen, oder die Nutzung Sozialer Netzwerke bieten Kindern und Jugendliche großartige Formen, um miteinander zu kommunizieren und zu lernen. Für viele Eltern wird es allerdings immer schwieriger den Medienkonsum ihrer Kinder zu überschauen. Die rheinland-pfälzische Landesregierung geht dieses wichtige Thema auf vielfältige Weise an und bietet den Eltern im Land zahlreiche Angebote und Hilfestellungen, um ihre Kinder fit zu machen für den Umgang mit den digitalen Medien. Es gibt viele sinnvolle und kindgerechte Seiten im Netz – wie z.B. fragfinn.de oder blindekuh.de – wo interessante Angebote für Kinder aufgelistet sind.

Die rheinland-pfälzische Landesregierung hat 2007 das Landesprogramm „Medienkompetenz macht Schule“ auf den Weg gebracht. Medienkompetenz wird an rheinland-pfälzischen Schulen von der Grundschule bis zu den weiterführenden und berufsbildenden Schulen als fächerübergreifendes Unterrichtsprinzip vermittelt. Rheinland-Pfalz hat damit deutschlandweit eine Vorreiterrolle eingenommen.
  • Im Rahmen des Programms ließen sich bislang rund 20.000 Lehrkräfte in Fortbildungen im Bereich der neuen Medien schulen.
  • Über 1.200 Lehrer wurden zu Jugendmedienschutzberaterinnen und -beratern ausgebildet. 500 Schülerinnen und Schüler geben ihr Wissen als „Medienscouts“ an ihre Mitschüler und Mitschülerinnen weiter.
  • Begleitend werden Eltern aktuelle Informationen und Veranstaltungen zur Förderung des reflektierten Umgangs mit den neuen Medien angeboten. 300 Veranstaltungen konnten bisher gefördert werden.
  • Darüber hinaus haben bereits 400 Schulen in Rheinland-Pfalz innovative Technik wie z.B. interaktive Whiteboards und mobile Laptopeinheiten im Wert von 40.000 Euro (je Schule) erhalten. Weitere Partner bringen unterschiedlichen Angeboten in das Landesprogramm mit ein. Dazu gehören beispielsweise der SWR, die Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK), der Landesbeauftragte für den Datenschutz sowie die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.
  • Zur Durchführung des Landesprogramms wurden insgesamt 20 Millionen bereitgestellt. Weitere 2 Millionen Euro folgen 2011. Auch im Grundschulsektor werden durch den 2010 gestarteten Landesmodellversuch „Digitale Medien in der Grundschule“ (DIMIG), an dem zehn Grundschulen und zwei Studienseminare beteiligt sind, neue Akzente gesetzt.
Fazit: Die Verantwortung, die wir alle für unsere Kinder und Jungendlichen haben, muss gemeinsam von Eltern, Lehrern und Politik getragen werden. In Rheinland-Pfalz gibt es eine Vielzahl von guten Angeboten, die Eltern darin unterstützen, ihre Kinder fit für die Chancen und Herausforderungen der digitalen Medien zu machen. Stand: Januar 2011 -- SPD Landesverband Rheinland-Pfalz, Klarastr. 15a, 55116 Mainz, lv.rheinland-pfalz@spd.de
 

Homepage SPD Rhein-Lahn

Nachrichten

24.08.2026 19:52 Pflegenden Angehörigen die Alterssicherung zu kürzen, wäre das falsche Signal
Die angekündigte Kurskorrektur von Bundesgesundheitsminister Linnemann bei der Pflegereform unterstützen wir, sagt Christos Panztazis. Dafür braucht es aber auch eine gerechte Gegenfinanzierung. „Wir begrüßen die angekündigte Kurskorrektur von Bundesgesundheitsminister Linnemann ausdrücklich. Es ist richtig, die geplante Kürzung der Rentenbeiträge für pflegende Angehörige komplett zurückzunehmen. Wir als SPD haben von Anfang an deutlich gemacht: Die Stabilisierung… Pflegenden Angehörigen die Alterssicherung zu kürzen, wäre das falsche Signal weiterlesen

03.07.2026 18:19 Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv
Zum aktuellen Reformpaket der Bundesregierung warnt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der SPD vor negativen Folgen. „Der von der Union durchgesetzte Punkt der Koalitionsausschusseinigung, dass künftig bereits ab dem ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung eingeholt werden muss, ist völlig abenteuerlich“, erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Boris Velter. „Wenn nun… Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv weiterlesen

23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de

Test Hallo