Alternative Bestattungsformen im ländlichen Raum im Kommen

Veröffentlicht am 27.02.2019 in Pressemitteilung

SPD informierte sich im Rhein-Taunus Krematorium Dachsenhausen

Alternative Bestattungsformen zur Sargbestattung nehmen immer mehr zu. Gerade im ländlichen Bereich steigt die Zahl der Urnenbestattungen im Vergleich zur Stadt. "Was einst Ende der 90er Jahr vom damaligen Verbandsgemeinde-Bürgermeister Hans-Dieter Ilgner (SPD) als zunächst etwas belächelte Idee an einem ehemaligen Bundeswehrstandort geboren wurde, ist heute in Dachsenhausen zu einer Erfolgsstory geworden. Dort steht eines der bundesweit führenden und bedeutendsten Krematorien", unterstreichen SPD-Kreisvorsitzender Mike Weiland und Braubachs ehemalige Stadtbürgermeisterin Rita Wolf nun nach einem gemeinsamen Besuch des Rhein-Taunus Krematoriums. Nicht zuletzt haben beide Kommunalpolitiker auch in deren Eigenschaft als Verbandsgemeinderatsmitglieder Berührungspunkte mit der Einrichtung.

"Eine Führung durch die Einrichtung, die umliegenden Friedhöfe und die Trauerhalle ist höchst interessant und mehr als lohnenswert", betonten auch Fritz Schornick (St. Goarshausen) und Eva Schmidt (Singhofen). Der Einzugsbereich des Krematoriums umfasse einen großen Teil des Bundesgebietes, führt Geschäftsführer Karl-Heinz Könsgen aus und spricht von zigtausend Einäscherungen jährlich. Besonders stark frequentiert werde der Waldfriedhof. Menschen von nah und fern reisen zum Krematorium an, die hier Verstorbene verabschieden. Darüber hinaus kommen diejenigen, die auch einfach nur erfahren möchten, wie ein modernes Krematorium funktioniert, so wie jetzt auch die Aktiven der SPD aus Dachsenhausen, der Verbandsgemeinde Loreley und dem Rhein-Lahn-Kreis. Bei vielen Besuchern schwinge durchaus ein mulmiges Gefühl mit, so Karl-Heinz Könsgen. Doch die beiden SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Martin Hallas (Dachsenhausen) und Peter Wendling (Kamp-Bornhofen) zeigten sich nach der Führung mehr als beeindruckt: „Nach dem Rundgang von der Halle, wo üblicherweise die Särge mit den Verstorbenen in Fahrzeugen ankommen, bis hin zum Friedhof handeln die Mitarbeiter ausgesprochen pietätvoll.“ Auch die Besucher bekommen selbstverständlich ausschließlich geschlossene Särge zu Gesicht.

Bei der Ankunft wird der Sarg inklusive Leichnam gewogen. Karl-Heinz Könsgen berichtet, dass das Rhein-Taunus Krematorium auch adipöse Verstorbene bis zu einem Gewicht von 450 Kilogramm einäschern könne. Im Außengelände befinden sich die fußläufig entfernten Friedhöfe: Der Rheinhöhen-Ruhewald, der Rasenfriedhof, das Gräberfeld im Blumengarten und der erste Mensch-Tier-Friedhof ‚Unser Hafen‘. Dass die Urnenbestattungen im Kommen sind, zeigt auch, die Erweiterung des Krematoriums. Sie steht kurz vor der Vollendung.

In dem Familienunternehmen kann man auf kurzen Wegen schnelle Entscheidungen treffen. Die Bedürfnisse von Bestattern, Angehörigen und Hinterbliebenen stehen im Mittelpunkt und bestimmten die Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Rhein-Taunus-Krematorium selbst entwickelte sich zunehmend mit seinen umgebenden Friedhöfen zu einem Zentrum für Trauer und Abschiednahme. Mit von der Partie war beim jetzigen Besuch neben dem SPD-Kreisvorsitzenden Mike Weiland auch Landrat Frank Puchtler: „Uns ist die gute Zusammenarbeit zwischen Krematorium und Kreisverwaltung wichtig. Es geht hier oftmals um menschliche Schicksale, bei denen es pragmatische Lösungen bei behördlichen Vorgängen anzustreben gilt.“ Mike Weiland bot Geschäftsführer Könsgen darüber hinaus – wie bereits auch in Vergangenheit schon praktiziert – weiterhin seine Unterstützung an: Auch auf Landesebene gelte es ab und an, für Belange eines solchen Unternehmens Türen zu öffnen. Hier werde man gerne auch künftig Hand in Hand Hilfestellung leisten oder bei Bedarf Gespräche vermitteln, so Mike Weiland, der sich sehr erfreut darüber zeigte, das sich aus den Reihen der SPD Aktive aller Altersklassen dem Besuch angenommen haben. Dies unterstreiche die Bedeutung der Einrichtung, so der SPD-Kreisvorsitzende abschließend.

 

Homepage SPD Rhein-Lahn

Nachrichten

24.08.2026 19:52 Pflegenden Angehörigen die Alterssicherung zu kürzen, wäre das falsche Signal
Die angekündigte Kurskorrektur von Bundesgesundheitsminister Linnemann bei der Pflegereform unterstützen wir, sagt Christos Panztazis. Dafür braucht es aber auch eine gerechte Gegenfinanzierung. „Wir begrüßen die angekündigte Kurskorrektur von Bundesgesundheitsminister Linnemann ausdrücklich. Es ist richtig, die geplante Kürzung der Rentenbeiträge für pflegende Angehörige komplett zurückzunehmen. Wir als SPD haben von Anfang an deutlich gemacht: Die Stabilisierung… Pflegenden Angehörigen die Alterssicherung zu kürzen, wäre das falsche Signal weiterlesen

03.07.2026 18:19 Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv
Zum aktuellen Reformpaket der Bundesregierung warnt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der SPD vor negativen Folgen. „Der von der Union durchgesetzte Punkt der Koalitionsausschusseinigung, dass künftig bereits ab dem ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung eingeholt werden muss, ist völlig abenteuerlich“, erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Boris Velter. „Wenn nun… Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv weiterlesen

23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de

Test Hallo